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Also, wenn ich mich hier an der Universität umgucke, da entdecke ich überall kleine Zettel und Schilder mit den kleinen "finanziert aus Ihren Studienbeiträgen" - Hinweisen. Insofern kann man durchaus sagen, dass die Studiengebühren etwas bewegen, auch oder gerade im Betreuungsangebot.

Mit einer sozialen Einstellung hat dieses polemische Abschaffen übrigens nichts zu tun. Weil ich faul bin, poste ich hier einfach einen Artikel aus der wahrlich nicht unbedingt konservativen ZEIT, der meine Meinung eigentlich exakt trifft (zumal wir in NRW dann offenbar eine handwerklich etwas bessere Version eines Studiengebührengesetzes haben):
Rolle rückwärts
In Hessen will die SPD die Studiengebühren kippen. Sozial ist das nicht.

Von Manuel J. Hartung

Die hessische SPD hat am vergangenen Wochenende einen überraschenden Beschluss gefasst: Sie will ein Wahlversprechen halten.

In Punkt IV 1 des Leitantrages des Landesparteitages in Hanau bekräftigt sie, die Studiengebühren abzuschaffen; seit dem Herbst 2007 zahlen Studenten an hessischen Hochschulen 500 Euro pro Semester. Die SPD will nun Grüne und Linkspartei dafür gewinnen, eine Mehrheit im Landtag ist wahrscheinlich.

Eine Abschaffung der soeben erst eingeführten Studiengebühren wäre sowohl ein Dokument des Irrtums der Linken als auch ein Zeichen des Versagens der CDU-Hochschulpolitik. Und es wäre ein zweifelhaftes Signal für andere Bundesländer.

Studiengebühren abzulehnen, dieser Erkenntnis verweigert sich die deutsche Linke hartnäckig, hat mit sozialer Gerechtigkeit nichts zu tun. Das deutsche Hochschulsystem ist eines der selektivsten der Welt – der Filius eines Chefarztes nimmt mit viel größerer Wahrscheinlichkeit ein Studium auf als die Tochter einer Krankenschwester.

Nichtsdestoweniger finanziert die Krankenschwester mit ihren Steuern das Studium des Chefarztsohns. Gibt es keine Studiengebühren, bedeutet das, »den höheren Klassen ihre Erziehungskosten aus dem allgemeinen Steuersäckel bestreiten«. Wer das schrieb? Karl Marx!

Aber auch die Konservativen haben bei der Einführung der Studiengebühren Fehler gemacht. Die hessische CDU war handwerklich ungeschickt und strategisch verblendet. Mit ihrer »Ein feste Burg ist unser Koch«-Mentalität schaute sie auf die Proteste von Studenten herab, statt diese ernstzunehmen; viele Stipendien und ein vernünftiges Kreditsystem hätten Studenten (und vielen Eltern mit studierenden Kindern) die Furcht vor Gebühren nehmen können.

Wenn nun aufgrund des Irrtums der Linken und des Versagens der Konservativen die Campusmaut fallen sollte, dann muss neu über einen Kernpunkt der Hochschulreform verhandelt werden.

Bislang orientierten sich die meisten deutschen Universitätsreformer am erfolgreichen angloamerikanischen Modell, das ohne Studiengebühren nicht denkbar ist; die 500 Euro pro Semester galten vielen nur als Auftakt für ein viel teureres Bezahlstudium.

Vollführt Hessen in Sachen Studiengebühren nun die Rolle rückwärts, dann steht zu befürchten, dass andere Bundesländer nachziehen. Wie die deutschen Hochschulen aber besser und gerechter werden sollen, ohne dass sich die Studenten an den Kosten beteiligen – darauf hätte man denn doch gern eine Antwort.

http://www.zeit.de
 

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David G. Whitman
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Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder ich eröffne ab heute zu jedem Beschluss eines deutschen Parlaments mit rechter Mehrheit einen Thread, in dem ich von "Gesocks" und "rechtem Geschmeiß" schreibe oder aber wir bleiben sachlich und sparen uns sowas. Was denkst Du?
Wo gibt's denn soetwas?
 

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Prof. Hajo Poppinga, VK.
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Die Universitätsbibliothek Erfurt ist laut CHE-Ranking ist sechstbeste in ganz Deutschland, im studiengebührenfreien Thüringen...
Ihr bekommt ja auch ne Menge Transferleistungen...
 

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Prof. Hajo Poppinga, VK.
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Beitrag von Peter Vain »

Ich zahle an meiner holländischen Uni für ein akademisches Jahr so um die 1500 Euro, plus zahlreicher Sonderzahlungen, weil dies und das halt nochmal ne Stange Geld kostet. Zu gleich ist meine Fakultät einer der ärmeren der ganzen Uni. Ganze drei lausige PCs für ca. 600 Studenten sind nicht gerade genial. Nun gut, ich studiere halt nur eine Kultur- und Geisteswissenschaft, wo sicherlich von der Wirtschaft kein großes Interesse besteht Forschungsaufträge zu geben, aber dennoch müsste man meinen, dass die Studiengebühren reichen müssten, um zumindest den Standard ein wenig höher zu halten. Zwar soll die Uni die Beste in ganz Holland sein und B soll das Programm, welches ich studiere das Leitmodell für andere Unis sein, dennoch scheinen mir die Gebühren nicht da anzukommen wo sie sollen. Vor allem bei dem Blick auf die Fakultät der Wirtschaftswissenschaften, wo LCD Bildschirme 10 m neben der Mensa stehen, um den Studenten zu zeigen, wo sie die Mensa finden und generell alles Hightech ausgerüstet ist. Dort hat jeder Unterrichtsraum auch einen Beamer. Bei uns fehlt es zum Teil schon einfach an Projektoren.
 

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Peter Vain
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Wo gibt's denn soetwas?
In den meisten Landesparlamenten, würde ich spontan tippen.
 

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Jungspund
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Fazit: Entweder eine vollständige Privatisierung der Universitäten und dann sind entsprechende Studiengebühren (Stichwort Preis-Leistungs-Verhältnis) auch gerechtfertigt. Das derzeitige, staatliche Schwarze Loch, in dem die Gebühren verschwinden, nutzt keinem wirklich weiter.
:klatsch:

Marktwirtschaftler geworden?
 

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Damian Fuller
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Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder ich eröffne ab heute zu jedem Beschluss eines deutschen Parlaments mit rechter Mehrheit einen Thread, in dem ich von "Gesocks" und "rechtem Geschmeiß" schreibe oder aber wir bleiben sachlich und sparen uns sowas. Was denkst Du?
Schau Dir doch an, wer an den Demos gegen die Studiengebühren teilgenommen hat. Gesocks, Geschmeiß und Pöbel ist da noch nett ausgedrückt.

http://www.spiegel.de/fotostrecke/0,5538,18298,00.html
 

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Original von Konrad Grimm
Schau Dir doch an, wer an den Demos gegen die Studiengebühren teilgenommen hat. Gesocks, Geschmeiß und Pöbel ist da noch nett ausgedrückt.
Wie kommst Du darauf? Da es fast zu 100% Stundenten sind, scheiden die Titulationen "Gesocks" und "Pöbel" schon mal aus.

Abgesehen davon: Meinst Du ernsthaft, das Ende der Studiengebühren wäre ein paar Demos geschuldet? Die haben sicher ihren Teil dazu getan aber gewählt wurde die linke Mehrheit in Hessen von Millionen Menschen aus allen Schichten.
 

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Jungspund
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Original von Montgomery Scott
Die haben sicher ihren Teil dazu getan aber gewählt wurde die linke Mehrheit in Hessen von Millionen Menschen aus allen Schichten.
Das stimmt:
Endgültiges Ergebnis: Hessen

Wahlberechtigte: 4 370 463
Wähler: 2 811 073
Wahlbeteiligung: 64,3 %

davon entfielen auf

CDU 1 009 775 / 36,8 % / -12,0 %
SPD 1 006 264 / 36,7 % / +7,6 %
GRÜNE 206 610 / 7,5 % / -2,6 %
FDP 258 550 / 9,4 % / +1,5 %
REP 27 724 / 1,0 % / 34 563 / -0,3 %
Die Tierschutzpartei 15 909 / 0,6 % / -0,2 %

etc.
Dass jedoch die Mehrzahl der Wähler als ein Haupt-Wahlanliegen die Abschaffung der Studiengebühren wählen wollte ist unwahrscheinlich.

Trotzdem ist laut den meisten Umfragen schon eine Mehrheit der Deutschen auch in der Hochschulbildung für mehr staatliche Finanzierung.
 

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Damian Fuller
Tripel-As
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Tripel-As
Für viele in Hessen war die Schul- und Unipolitik eine der Hauptgründe nicht Koch zu wählen....
 

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Rainer Maria Zufall
Bürgerbewegung Freikörperkultur

Bei weitem bestaussehendster Mann der DU

Gegen das Vergessen:

Twix ist Raider.
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