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Haudegen
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Beitrag von vSzP »

Original von Montgomery Scott

Soweit geht die Analogie nicht, das stimmt. Aber es ist auch falsch, Sozialabgaben genauso als Abzug vom Lohn zu betrachten wie einen sinkenden Bruttolohn.
Die Löhne sind nicht real gesunken, sie sind nur nicht mit der Inflation angestiegen und entsprechend ist der Warenwert heute geringer als vor ein paar Jahren.

Aber:

A) zur hohen Inflation trägt der Staat eine Mitschuld weil z.B. die Bildungsausgaben (Studiengebühren), die Mwst.-Erhöhung und die letze Erhöhung der Mineralölsteuer die Preise haben ansteigen lassen.

B) staatliche Renten, Sozialhilfe und andere Geldtransfers (bis auf Bafög - da kommt die erste Erhöhung seit Jahren) steigen ebenfalls nicht wie die Inflation. Entsprechend hat auch jeder Rentner - der von den dir geliebten Sozialkassen abhängig ist - ein "Minuseinkommen".
 

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Anton von Sorbarban zum Paradies
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Die Löhne sind nicht real gesunken, sie sind nur nicht mit der Inflation angestiegen und entsprechend ist der Warenwert heute geringer als vor ein paar Jahren.
Eben, sie sind real gesunken ;)
A) zur hohen Inflation trägt der Staat eine Mitschuld weil z.B. die Bildungsausgaben (Studiengebühren), die Mwst.-Erhöhung und die letze Erhöhung der Mineralölsteuer die Preise haben ansteigen lassen.
Du meinst also, nicht die angebotsseitige Lohnpolitik sondern alleine die Inflation ist schuld am gesunkenen Reallohn? Ich bin weiß Gott kein VWL-Experte aber das kommt mir doch arg an den Haaren herbeigezogen vor.
B) staatliche Renten, Sozialhilfe und andere Geldtransfers (bis auf Bafög - da kommt die erste Erhöhung seit Jahren) steigen ebenfalls nicht wie die Inflation. Entsprechend hat auch jeder Rentner - der von den dir geliebten Sozialkassen abhängig ist - ein "Minuseinkommen".
Ich liebe die Sozialkassen nicht, sie sind in Deutschland absolut mangelhaft aufgestellt. Die Alternative ist aber nicht, sie einfach abzuschaffen sondern sie vernünftig zu betreiben. Und natürlich spart unsere Gesellschaft bei Rentern und Studenten, das will ich gar nicht bestreiten.
 

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Beitrag von vSzP »

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Ich liebe die Sozialkassen nicht, sie sind in Deutschland absolut mangelhaft aufgestellt. Die Alternative ist aber nicht, sie einfach abzuschaffen sondern sie vernünftig zu betreiben. Und natürlich spart unsere Gesellschaft bei Rentern und Studenten, das will ich gar nicht bestreiten.
Und wie würdest du dazu einen staatlichen Fond finden, der das Geld gewinnbringend anlegt? So machen es z.B. die skandinavischen Länder oder Irland.
 

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Und wie würdest du dazu einen staatlichen Fond finden, der das Geld gewinnbringend anlegt? So machen es z.B. die skandinavischen Länder oder Irland.
Wäre durchaus eine Überlegung wert. Ich kenne mich zu wenig damit aus, um eindeutig Stellung zu beziehen aber das ist ja schon fast eine Detailfrage. Wenn die staatliche Sicherung so ihre Aufgabe gut erfüllen kann, bitte.

Natürlich besteht wiederum die Frage, wie so ein staatlicher Fonds auf den Märkten agiert. Auch da soll es ja Negativbeispiele geben aber wie gesagt, da hänge ich mich weit aus dem Fenster.
 

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Jeder freie Lohnarbeiter lebt sogesehen in einem Sklavenloch.
Wer versklavt ihn?
 

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Wer versklavt ihn?
Die gesellschaftlichen Umstände. Wenn Du es präziser willst: Die Versklavung ist vererbt von seinen Vorfahren, die mitunter mit Gewalt von ihrem bewirtschafteten Land vertrieben worden und aus Not als billige Arbeitskräfte in die Fabriken getrieben wurden. Versklavt ist er außerdem von den eigenen Eltern und vom Staat, die ihn von Kindesbeinen zielgerichtet auf die kapitalistische Produktionsweise hin sozialisieren. Versklavt von den Massenmedien, die die Ideologie der herrschenden Verhältnisse propagieren. Der individuelle Arbeitgeber schließt natürlich nur einen Vertrag mit dem "freien Lohnarbeiter" auf Basis der kapitalistischen Logik.
 

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Die gesellschaftlichen Umstände.
Ich kann für Dich nicht ändern, dass der Mensch essen muss, um zu überleben, und arbeiten muss, um zu essen. Du willst einfach die Realität umschreiben. Das kann nicht gelingen.
 

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Ich kann für Dich nicht ändern, dass der Mensch essen muss, um zu überleben, und arbeiten muss, um zu essen. Du willst einfach die Realität umschreiben. Das kann nicht gelingen.
Nein, umschreiben will ich die Realität nicht. Ich will sie ändern. Bzw. ich will die Menschen für die negativen Seiten ihres gesellschaftlichen Seins aufmerksam machen und auf die Faktoren, durch welche sie bedingt werden.

Ich sage auch ganz offen, dass ich mich nicht als Propheten sehe, der eine Vision von einer besseren Welt hat. Genug Ansätze, die negativen Seiten der kapitalistischen Dynamik für die Menschen abzufedern, sind gescheitert. Für viel wichtiger halte ich es aber, dass sich die Menschen über die Faktoren bewusst werden, welche ihr spezifisches gesellschaftliches Sein bedingen. Erst dann lässt sich meines Erachtens überhaupt über eine nicht-kapitalistische Zukunft reden.
 

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Nein, umschreiben will ich die Realität nicht. Ich will sie ändern. Bzw. ich will die Menschen für die negativen Seiten ihres gesellschaftlichen Seins aufmerksam machen und auf die Faktoren, durch welche sie bedingt werden.

Ich sage auch ganz offen, dass ich mich nicht als Propheten sehe, der eine Vision von einer besseren Welt hat. Genug Ansätze, die negativen Seiten der kapitalistischen Dynamik für die Menschen abzufedern, sind gescheitert. Für viel wichtiger halte ich es aber, dass sich die Menschen über die Faktoren bewusst werden, welche ihr spezifisches gesellschaftliches Sein bedingen. Erst dann lässt sich meines Erachtens überhaupt über eine nicht-kapitalistische Zukunft reden.
Aha. Also wirst Du und deine lieben Parteifreunde endlich aufhören mir vorschreiben zu wollen, wie ich leben muss bzw. alles staatlich kontrollieren zu lassen?
 

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Original von Michael Schneider
Aha. Also wirst Du und deine lieben Parteifreunde endlich aufhören mir vorschreiben zu wollen, wie ich leben muss bzw. alles staatlich kontrollieren zu lassen?
Das wollte und will niemand. In einer Parteiendemokratie stehen verschiedene Parteien im Wettbewerb um Lösungsvorschläge für die Fragen der Staatsführung. Nichts weiter.
 

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