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Eine absolut, gerechte Welt schaffen, wird man nie können.
Was ich unter sozialem Kapitalismus verstehe ist, das die Vorstände von Landesbanken nicht tun dürfen, was sie wollen.
Einige Landespolitiker haben mit ihrem Größenwahn, wie bei der Bayern LB, der Landesbank erst Tür und Tor geöffnet. Wie auch bei uns die HSH. Vorstände von Landesbanken haben zum Teil unfähige Politiker in den Aufsichtsräten, getäuscht und stürtzen Bundesländer, wie Berlin 2001, in einen noch größeren Schuldensumpf.
Nach dem eine Landesbank sich selbst ruiniert hat, kann es nicht sein, das ein Bankvorstandsvorsitzender mit 2,9 millionen Euro belohnt wird.
Nach dem kurz zuvor, die Länder SH und HH die Bank mit milliarden gerettet haben.
Von ALG II Empfängern wird gefodert, das sie zu Terminen erscheinen.
Wenn diese nicht erscheinen und diese sich schriftlich nicht erklären, warum sie nicht erschienen sind, werden Sanktionen fällig.
Bis zur 3 monatigen Sperrung des ALG II.

Es kann nicht sein, das Landesbankvorstände in, (bislang), keinsterweise bestraft werden.
Wenn ich scheiße baue, muss ich auch dafür gerade stehen, und Frage nicht nach ob ich dafür noch millionen Euros bekomme.

Einen sozialen Kapitalismus haben wir, meiner Meinung nach bereits. In Deutschland.
Hätten wir kein Hartz4 und ähnlicche Einrichtungen, ähnlich wie in den ISA, würden noch mehr Menschen, die vorher im Mittelstand waren, in der Kanalisation hausen.
Nur sind einige Dinge verbesserungswürdig.
 

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Wobei die im Hartz-System innewohnende Gängelung, Schikanierung und Entwürdigung von Arbeitslosen einerseits mit den Grundrechten unvereinbar ist und andererseits einen erheblichen Druck auf die Löhne ausübt. Einerseits durch die Furcht vor der Arbeitslosigkeit unter Hartz-Bedingungen und andererseits durch die Subventionierung von Unternehmen, die ihren Angestellten Hungerlöhne zahlen (Aufstocker).
 

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Burkhard Bokelmann MdUP
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Ich hab ja gesagt, das es viele Dinge im Hartz4 System gibt, die verbesserungswürdig sind.
Hätten wir dieses nicht, sondern keine soziale Aufhängematte, dann hätten wir eine ähnliche Situation wie in den USA, wo sich viele Menschen keinen Zahnarzt leisten können, obwohl diese vorher im Mittelstand, Unternehmer waren, gut verdient haben, aber in der Finanzkrise ihren Job/ Unternehmen verloren haben und sich nun nichts mehr leisten können.
Da finde ich unser System, trotz vieler macken, immer noch besser. Und besser als es vorher war.
Wer sich an die vorherigen Zeiten erinnern kann.
Die Schikanierung von Arbeitslosen, ist eine Sache.
Ich denke, da sind viele deutsche Bürger bequem und meinen, das man alle Hartzer über ein Tisch kehren kann, und faul rumsitzen.
Das sind, nur einige wenige, die rumsitzen und keine Termine wahrnehmen und nichts versuchen um in Arbeit zu kommen.
 

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Es gibt nur ein einziges Beispiel für den Kommunismus: das extrem kurze Experiment Lenins in der Ukraine (kläglich gescheitert). Was dann von der Sowjetunion als astreiner Sozialismus propagiert wurde, ist schlichtweg keiner. Die Demokratie und die Freiheit sind wesentliche Bestandteile des Sozialismus. Ein Sozialismus ohne Demokratie und Freiheit ist kein Sozialismus und eine Demokratie ohne Sozialismus auch keine Demokratie. Davon war die sowjetische Art des Sozialismus weit entfernt. Den meisten Menschen kommt es so vor, dass diese Art des Sozialismus auch die einzige ist - hat einen einfachen Grund: Die Sowjetunion war Beispiel. Der gesamte Ostblock war in sowjetischer Hand, also ist doch klar, dass Ungarn, Polen, Rumänien etc. so undemokratisch und auch unsozialistisch sind wie die UdSSR. Ich bin mir sicher, dass der Sozialismus in Europa durchaus noch existieren könnte, wenn man nach dem Weltkrieg eine Demokratisierung durchgenommen hätte. Der Kapitalismus, so meint zumindest die Mehrheit, hat den Vorteil, dass er demokratisch ist - aus meiner Sicht scheint er nur demokratisch, aber gut. Das, was in Nordkorea passiert, ist kein Sozialismus, ganz und gar nicht. Und die Spinner da drüben haben sich von Marx' Theorien auch offiziell distanziert, haben ihr eigenes Juche-Zeugs, das vorsieht, dass das Geburtsdatum des ersten Führers der Beginn der Zeitrechnung ist. Sowas ist Quatsch. Was die Welt braucht ist ein internationaler gerechter "Demokratischer und Moderner Sozialismus". Wie kann man noch für den Sozialismus argumentieren? Ja, ganz leicht, indem man sagt, dass nicht die einzelnen Länder kapitalistisch sind, sondern die ganze Welt. Zwar mag es selbst dem Hartz IV-Empfänger in Leipzig ganz gut gehen (im Vergleich zu unseren Snobs aus Villenvierteln natürlich nicht), aber wie geht es den Menschen in Afrika oder Südamerika? Das ist eben die internationale Art des Kapitalismus. Viele Länder leiden, damit es anderen Ländern gut geht und die Menschheit durch die Entscheidung der Menschen dort weiter am Kapitalismus festhält.

Noch was zur wirtschaftlichen Seite des Sozialismus: Die sozialistische Marktwirtschaft oder eben auch die sozialistische reine Planwirtschaft - das sind alles Systeme, die sauschwer umzusetzen sind. Im Kapitalismus gibt der Staat die Verantwortung an Firmen weiter, die in einem erbitterten Konkurrenzkampf aufrüsten. So entstehen Produkte im Überschuss. Die Menschen bekommen alles, was sie brauchen. Im Sozialismus kann man kein Besitzer eines Großkonzerns sein, man kann sich keine Zehntausende US-Dollar im Monat in die Tasche schmeißen und man verdient als Fußballer auch keine fünf Millionen im Jahr. Man kriegt Ruhm, Ehre und einen netten Anstecker mit rotem Stern. Man muss geschickt sein, wenn man einen funktionierenden Sozialismus will. Ein Fehler im System (auch im Wahlsystem) kann das ganze Gerüst zum Wackeln bringen, vor allem Korruption und eingeschränkte Handlungsbereitschaft wie damals leider in der DDR.
 

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Wohnst du zufällig in Leipzig oder hast du da öfter zu tun? Wir könnten uns ja mal treffen und über das Thema bei nem kühlen Sternburg oder Krosti fachsimpeln. :D

Zu Marx und Lenin: Da kann ich nur Marx' "Der Bürgerkrieg in Frankreich" empfehlen. Das ist gut verständlich geschrieben. Nicht so plakativ wie das Kommunistische Manifest und nicht so verschwurbelt und umfangreich wie Das Kapital. Jedenfalls geht es in dem Werk um die Pariser Kommune und ihren Untergang. In der Ausgabe, die ich mal zur Hand hatte (von 1952, noch mit Marx, Engels, Lenin und Stalin auf dem Einband) gab es die entscheidende Anmerkung des ollen Karl, dass die sozialistische Revolution die (bürgerliche) Staatsgewalt nicht erobern, sondern zerschlagen muss. Lenin ergänzt das dann in einer Fußnote um seine Kader von Berufsrevolutionären.

Das meinte ich auch weiter oben: Systeme schaffen sich nicht von selbst ab. Es wird problematisch, wenn die herrschende Elite nicht mehr gewillt oder in der Lage ist, sich und das System den neuen Herausforderungen anzupassen. In der SU hast du das spätestens mit der Breschnew-Zeit, in den USA heute mit den Tea-Party-Republikanern, die nur noch auf Totalopposition aus sind.
 

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Burkhard Bokelmann MdUP
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Beitrag von beobachter »

Und wieder mal Salonkommunisten gegen Kapitalisten ohne Kapital.... :D
 

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Original von beobachter
Und wieder mal Salonkommunisten gegen Kapitalisten ohne Kapital.... :D
Ich für meinen Teil beschränke mich nicht nur auf Kommentare in Internetforen, um meine politische Überzeugung zu vertreten. Insofern kann ich dem "Salon" nicht viel abgewinnen.
 

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Burkhard Bokelmann MdUP
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Beitrag von Hajo Poppinga »

Der freie Markt ist das einzig sinnvolle System, ergänzt um starke Kontrollinstanzen zur Verhinderung von Einschränkungen der Marktfreiheit (keine Entstehung von Monopolen usw.)

Die derzeitige Hysterie, daß der freie Markt mit der Bankenkrise gescheitert sei, kann ich nicht nachvollziehen; zumal es sich um eine unwahre Aussage handelt. Hätten wir einen freien Markt, würden Banken "pleite gehen". Unser Staatskapitalismus läßt den Markt seine Selbstheilungskräfte aber nicht entfalten - dabei täte so ein reinigendes Gewitter mal ganz gut.

Und, ja, für den einzelnen Sparer wären Bankenpleiten sicherlich bitter - aber wer sein Geld unbedingt zu absurd hohen Zinsen in Island anlegen will, muß auch bereit sein, daß damit verbundene Risiko zu tragen.
 

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Der Kapitalismus ist letztendlich ein menschenverachtendes System, da es Kapitalinteressen über die Belange der Humanität stellt. Es degradiert den Menschen zum Faktor Arbeit und damit zu Kapital und negiert dabei sämtliche Wünsche und Bedürfnisse des Menschen.
 

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Und den Menschen im Kommunismus/ Sozialismus, ging es wesentlich besser? Eingepfärcht hinter einer Mauer mit Schießbefehl der GRenzschützer?
Reisefreiheit? Nur innerhalb kommunistischer Länder? Stasi Methoden beim aushorchen der eigenen Landsleute?
Nichts destotrotz, hatte die DDR ein paar gute Dinge. Da das kapitalistische System viele Fehler hat, zb Hartz4 Empfänger werden "hart" 3 maliges sanktionieren und danach eine 3 monatige Sperrzeit.
Dazu das Beispiel für Landesbanker. Oder Bankvorstände "privater" Banken.
Die HRE "pleite" Bank, die mit über 100 milliarden € vom Steuerzahler gerettet wurde. Was macht der damalige Bankvorstand? KArriere. Ein Hartz4 Empfänger, wenn er für 3 Monate aus dem System gesperrt ist, muss noch VErsicherungsbeiträge an die KRankenkassen zurück zahlen. Weil die Krankenkassen, zumindest bei der TK, die Beiträge trotzdem einfordert, auch wenn man keine Leistungen in Anspruch genommen hat. Bei der TK sind es 150 € pro Monat. Falls man in solch eine Situation kommen sollte.

Bei uns in SH, wurde ein Herr Nonnenmacher, der mit verantwortlich war, für den Niedergang der Landesbank, mit einer 2,9 millionen Euro "Bonuszahlung" belohnt. Weil es wohl vertragliche regelungen gab.
Hätte da ein Aufsichtsrat einer Landesbank, die zu 80% den Ländern gehört, rechtlich gesehen, nicht nein sagen können?

Aber lieber, lebe ich in diesem System, was wir derzeit haben, als in einer Diktatur. Wo man keine FReiheit hat, in sämtliche Länder der Welt zu reisen.
 

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