Naja, es ist doch ein Unterschied, ob ich qua eigener Machtvollkommenheit meine Handlungsfreiheit habe oder sich diese nur von der Erlaubnis einer höheren Instanz ableitet; erstere kann mir niemand nehmen, weil sie ja eben auf meiner Macht basiert - zweitere kann mir die Instanz, die sie mir gegeben hat, jederzeit nehmen. Und es ist auch insoweit ein ganz praxisrelevanter Unterschied, als der Staat letzteren Zustand ändern kann - ersteren nicht, womit der Schwarze Peter wieder bei der Politik liegt. Es sagt weiterhin auch viel über den Schein-Unterschied zwischen Staat und Wirtschaft aus. In Wirklichkeit sind die politischen und wirtschaftlichen Herrschaftseliten doch keine Gegenspieler, sondern ein Team (woraus wir unter anderem lernen können, was für eine lächerliche Schmierenkomödie wir derzeit aufgetischt bekommen, wenn die Politik die Wirtschaft rettet; die Krähen hacken einander schlicht keine Augen aus)Original von pjotr
Was ist daran besser oder schlechter, als wenn der Markt ihm ohne Zuspiel des Staates diese Freiheit erlaubt?
Kaiser
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Kaiser
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Ich glaube nicht, dass er so dum aus der Wäsche gucken müsste. Eucken hat ja nur die Grundlage geschaffen, aber nicht die SMW selber. Das ist, wenn ich mich richtig erinnere in der Adenauerära passiert. Und das hatte ja nun seine Gründe, die FMW ging nicht, dass hat uns die Revolution gezeigt, aber Kommunismus und diesen tralala ging natürlich auch nicht. Durch seine Magnettheorie musste er aber an den Westen ran und TADAH: die SMW. Und es war geschichtlich gesehen eine gesunde Entscheidung. Wir hatten den Boom und die hinter der Mauer sprichwörtlich nichts richtiges zu essen. Auch hier kann man einwerfen, dass das ja nur durch Russland kam oder die SED, aber das System funktionierte nicht. Unseres aber schon.Original von Montgomery Scott
Darunter kann man aber eben verstehen was man will. Die SMW hat ja tatsächlich sowohl Liberalismus als auch Marxismus als Eltern. Aber wenn Walter Eucken sehen müsste, was heute alles als SMW bezeichnet wird, würde er sich wünschen, er müsste es nicht sehen.
Das was ja nun die Linken eigentlich hassen ist die böse Globalisierung. Aber um hier pjotrs Beispiel aufzugreifen. Wenn der Mensch einer Evolution entsprungen ist (was ja keiner Anzweifelt, nur meiner Meinung nach hat Gott sie angestuppst) dann entwickeln wir uns, also auch unsere Wirtschaft und es konnte doch nicht so weiter gehen, dass wir alle in unserem Loch stecken bleiben, die Technik hat sich entwickelt, weil wir uns entwickelt haben, damit die Möglichkeiten und dann war sie da (übrigens schon seit dem 15.Jahrhundert) Sie hätten eben schon Kolumbus sagen müssen, lass das, das bringt Unglück!
Aber freuen Sie sich, vielleicht ist es wie bei den Dinos und unsre Zeit ist mit der Globalisierung abgelaufen, dann können sie oben im Himmel sagen: ich hab es gewusst... Und vielleicht wen Sie dann oben auf der Wolke sitzen, können Sie froh sein, dass Gott sie trotz ihrer Zweifel aufgenommen hat, denn ansonsten hätten Sie nie ihr "richtiges Wissen" anpreisen können.
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Den System-Begriff halte ich in dieser Verwendung generell für wenig sinnvoll. Du implizierst ja selbst, dass es sich da nicht um eine Dichotomie handelt.Original von Robert Cullen
Ich glaube nicht, dass er so dum aus der Wäsche gucken müsste. Eucken hat ja nur die Grundlage geschaffen, aber nicht die SMW selber. Das ist, wenn ich mich richtig erinnere in der Adenauerära passiert. Und das hatte ja nun seine Gründe, die FMW ging nicht, dass hat uns die Revolution gezeigt, aber Kommunismus und diesen tralala ging natürlich auch nicht. Durch seine Magnettheorie musste er aber an den Westen ran und TADAH: die SMW. Und es war geschichtlich gesehen eine gesunde Entscheidung. Wir hatten den Boom und die hinter der Mauer sprichwörtlich nichts richtiges zu essen. Auch hier kann man einwerfen, dass das ja nur durch Russland kam oder die SED, aber das System funktionierte nicht. Unseres aber schon.
Die Niederlage der DDR-Wirtschaft ist ja erst ab den späten Siebzigern eindeutig. Nach dem zweiten Weltkrieg hat die DDR erstmal unter dem Raubbau der UdSSR an Infrastruktur und Produktionsmitteln in der DDR zu knabbern gehabt.
Und selbst Ludwig Erhard (als "Vater" der SMW) würde heute sicher nicht viel Gutes über die deutsche Wirtschaftsordnung zu sagen haben. Schließlich kam er ja selbst aus der liberalsozialistischen Schule.
Das halte ich für ein Gerücht. Nein, das ist noch nicht mal mehr als Gerücht irgendwie haltbar.Das was ja nun die Linken eigentlich hassen ist die böse Globalisierung.
Doch, da gibts so einige.Aber um hier pjotrs Beispiel aufzugreifen. Wenn der Mensch einer Evolution entsprungen ist (was ja keiner Anzweifelt,
Wie kommst Du denn darauf?nur meiner Meinung nach hat Gott sie angestuppst)
Das ist zunächst mal, so formuliert, ein naturalistischer Fehlschluss. Dass sich etwas entwickelt, heißt nicht, dass es auch normativ gut ist. Aber wie gesagt, kein Mensch hat etwas gegen Globalisierung an sich. Da wäre man auch auf verlorenem Posten. Es geht den Linken um ganz konkrete politische Entscheidungen, die zu einer sehr ungesunden Globalisierung führen.dann entwickeln wir uns, also auch unsere Wirtschaft und es konnte doch nicht so weiter gehen, dass wir alle in unserem Loch stecken bleiben, die Technik hat sich entwickelt, weil wir uns entwickelt haben, damit die Möglichkeiten und dann war sie da (übrigens schon seit dem 15.Jahrhundert) Sie hätten eben schon Kolumbus sagen müssen, lass das, das bringt Unglück!
Aber freuen Sie sich, vielleicht ist es wie bei den Dinos und unsre Zeit ist mit der Globalisierung abgelaufen, dann können sie oben im Himmel sagen: ich hab es gewusst... Und vielleicht wen Sie dann oben auf der Wolke sitzen, können Sie froh sein, dass Gott sie trotz ihrer Zweifel aufgenommen hat, denn ansonsten hätten Sie nie ihr "richtiges Wissen" anpreisen können.

Kaiser
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Zumal grade die Evolution nur Veränderung, nicht Verbesserung bringt - soweit es denn sowas wie "Verbesserung" überhaupt gäbe. Soweit die fünf Cent vom nihilistischen FlügelOriginal von Montgomery Scott
Das ist zunächst mal, so formuliert, ein naturalistischer Fehlschluss. Dass sich etwas entwickelt, heißt nicht, dass es auch normativ gut ist.
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Verbesserung kann evolutionär (etwas vereinfacht dargestellt) nur heißen: Bessere Anpassung, bessere Fitness, bessere Fortpflanzungschancen. Eine objektive Entwicklung zu etwas Besserem kann man - selbst wenn man komplexere Gebilde wie den Menschen subjektiv als "besser" bezeichnen würde - nicht feststellen. Bakterien und andere Lebewesen sind nicht weniger fit als Menschen.Original von Konrad Grimm
Zumal grade die Evolution nur Veränderung, nicht Verbesserung bringt - soweit es denn sowas wie "Verbesserung" überhaupt gäbe.
Das einzige, wie Monsieur Grimm richtig sagte, was man relativ objektiv feststellen kann, ist dass es in der Natur einen Wandel gibt. Alles andere ist Glaubenssache.
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Jetzt wollen Sie mir noch meinen Glauben "verbieten". Warum? Weil ich Christ bin und natürlich an Gott glaube!Die Niederlage der DDR-Wirtschaft ist ja erst ab den späten Siebzigern eindeutig. Nach dem zweiten Weltkrieg hat die DDR erstmal unter dem Raubbau der UdSSR an Infrastruktur und Produktionsmitteln in der DDR zu knabbern gehabt.
nur meiner Meinung nach hat Gott sie angestuppst)
Wie kommst Du denn darauf?
Und das Sie mit dem Rohbau ankommen war ja klar. Reden Sie sich das schön, das funktioniert nicht. Das hat von Anfang an nicht geklappt. Da fällt mir ein, dass Marx, der große tolle super Marx gar nicht mal die Politik der Linken gut fände, auch den Kommunismus nicht, der wollte zwar was "gerechtes" aber selber nicht radikales.
Die Linke ist ein Verein von Gestern, die immer noch an "Ideale" glaubt die von Vorgestern sind.
Und ich sagte ja, Entwicklung muss nicht gut sein:
"Aber freuen Sie sich, vielleicht ist es wie bei den Dinos und unsre Zeit ist mit der Globalisierung abgelaufen"
Klar, die Linke ist Proglobalisierung =) =) =) =) =) =) =) =) Deswegen träum sie immer noch von der Verstaatlichung. :rolleyes:
Und das war kein Fehlschluss sondern eine Feststellung, oder wollen Sie die Entwicklung der Welt abstreiten? Ob sie da von mir Werte und Meinungen reininterpretiert haben, ist Ihre Sache, nicht meine: Feststellung, mehr nicht.
Zuletzt geändert von Robert Cullen am Mi 18. Feb 2009, 14:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Monty hat eine Frage gestellt, dies wird man kaum als "verbieten" darstellen können.Original von Robert Cullen
Jetzt wollen Sie mir noch meinen Glauben "verbieten". Warum? Weil ich Christ bin und natürlich an Gott glaube!
Also ich habe mich mal im Rahmen der Uni sehr intensiv mit seinem Buch "Der Bürgerkrieg in Frankreich" auseinandergesetzt und zum Abi auch mal mit dem kommunistischen Manifest. Vielleicht kenne ich ja jetzt die Textstelle nicht, in der der Gründer des "Bund der Kommunisten" den Kommunismus für doof erklärt.Da fällt mir ein, dass Marx, der große tolle super Marx gar nicht mal die Politik der Linken gut fände, auch den Kommunismus nicht, der wollte zwar was "gerechtes" aber selber nicht radikales.
Toller Spruch, wahrlich. Ich verneige mich vor deinen Qualitäten als Sprücheklopfer. :rolleyes:Die Linke ist ein Verein von Gestern, die immer noch an "Ideale" glaubt die von Vorgestern sind.
Aber steht auch irgend etwas dahinter? Marx ist 1883 gestorben, Engels 1895. War damit die Arbeiterbewegung beendet? Das ist ja wohl offensichtlicher Bullshit.
Adam Smith übrigens ist 1790 gestorben, deine christlichen Propheten waren da auch schon eine Weile Humus. Welche Ideen sind jetzt von "vorgestern"?
Die LINKE wurde 2007 gegründet und ist damit die jüngste Partei im Bundestag.
Zu den Idealen selber:
aus den "Programmatischen Eckpunkten" von DIE LINKE
Demokratie, Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Internationalismus und Solidarität sind unsere grundlegenden Wertorientierungen. Sie sind untrennbar mit Frieden, Bewahrung der Natur und Emanzipation verbunden.
Bloß weil in deiner Weltanschauung für einige (oder alle?) der hier zitierten Werte kein Platz zu sein scheint, heißt das ja nicht, dass sie von "vorgestern" sind.
Fanny & Freddie? Schonmal gehört? Ehemals halbstaatliche und jetzt staatliche Unternehmen im Besitz der ... Vereinigten Staaten! Tada, die USA ist kommunistisch, gegen die Globalisierung und von vorvorgestern...Klar, die Linke ist Proglobalisierung [...] Deswegen träum sie immer noch von der Verstaatlichung.
Statt den dämlichen Plattitüden aus den Medien so einfach Glauben zu schenken, sollte man sich doch mal mit Globalisierungskritik beschäftigen. Von denen will keiner ernsthaft die "Globalisierung" aufhalten, sie soll vielmehr sozial und ökologisch gestaltet werden. Die Vorstellungen davon mögen auseinander gehen, doch aus Globalisierungskritikern pauschal Globalisierungs"gegner" zu machen, das ist auf dem Niveau der BILD.
Palin Waylan-Majere OEL
Altkanzler
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