egal wie, die langwierigen Koalitionsverhandlungen sind auch ein deutliches Zeichen dafür, dass Ein-Mann/Frau-Parteien auf Unionsebene dem politischen System in der DU insgesamt ein Hemmschuh sind. Eine Lösung für dieses Problem habe ich allerdings auch nicht auf der Stelle parat. Selbst eine 10%-Hürde könnte das nicht verhindern angesichts der eher als Persönlichkeitswahl gestalteten Parlamentswahlen. Selbst Parteien mit mehreren Mitgliedern bekommen da nicht zwangsläufig auch mehr Leute ins Parlament. Ob eine Verkleinerung des Parlaments auf 7 Mitglieder das gewünschte Ergebnis bringt, ist auch noch zweifelhaft.
Vielleicht muß man weg gehen von der Persönlichkeitswahl hin zu einer reinen Listenwahl? Mal ganz revolutionär gesehen, die Parteien reichen eine geheime Liste ein, die erst nach der Wahl veröffentlicht wird. Dann wird anhand der Stimmen ausgezählt und es gibt 3-2-1-1 Platzierungen. 3 die Liste mit den meisten Stimmen, 2, die zweitmeiste und je einen Platz 3 und 4.
Und so wie die Personen dann auf der Liste sind, können die Parteien ihre Mitglieder entsenden. Ist spannend für die Wähler, aber dann kommt es eben wirklich darauf an, wer das beste Wahlprogramm vorweisen kann. Eine Partei darf nur antreten, wenn sie mindestens 3 Listenmitglieder hat. Dadurch zwingt man zwar unter Umständen 3 verschiedene Charaktere in eine Liste, aber gerade das kann ja witzig sein.
Das mit der geheimen Liste kann man auch weglassen

Dann müssen sich die Wähler eben überlegen, ob Parteienwahl oder doch lieber gezielt auf eine "Freie Liste", damit auch die Nummer 2 und 3 noch Chancen hat.
gez. Joeli Veitayaki
Eingeborener Insulaner aus dem schönen Unionsland "Westliche Inseln"